Eine ISG-Blockade beschreibt eine reversible Funktionsstörung des Iliosakralgelenks, die mit einer reflektorischen Verspannung der umgebenden Muskulatur und einer reduzierten Beweglichkeit einhergeht. Der Begriff Blockade ist klinisch geprägt und nicht mit einer mechanischen Verklemmung gleichzusetzen.
Typisch sind einseitige Schmerzen im Bereich des Kreuz-Darmbein-Übergangs, die in das Gesäß oder die Oberschenkelrückseite ausstrahlen können. Provokationstests wie der Mennell-Test oder der Vorlauf-Phänomen-Test können in der Untersuchung Hinweise geben. Die Diagnose wird klinisch gestellt und im Kontext der gesamten Wirbelsäule beurteilt.