Das Maitland-Konzept ist ein manualtherapeutisches Untersuchungs- und Behandlungskonzept, das vom australischen Physiotherapeuten Geoffrey Maitland entwickelt wurde. Es konzentriert sich auf eine detaillierte klinische Reasoning-Strategie und die Anwendung passiver Bewegungen an Gelenken.
Charakteristisch ist die Einteilung passiver Mobilisationen in fünf Grade (I bis V), die sich an Bewegungsumfang, Endgefühl und Schmerz orientieren. Grad I und II werden überwiegend zur Schmerzlinderung, Grad III und IV zur Mobilisation, Grad V als hochamplitudige Manipulation eingesetzt. Befund und Behandlung sind eng verzahnt und werden kontinuierlich anhand der Reaktion des Patienten angepasst.