Ein Provokationstest ist eine klinische Untersuchungstechnik, bei der durch eine definierte Bewegung, Stellung oder Belastung gezielt die vom Patienten geschilderten Beschwerden reproduziert werden sollen. Tritt der typische Schmerz oder die typische Symptomatik auf, wird der Test als positiv gewertet.

Provokationstests werden in der Diagnostik unter anderem an Schulter, Wirbelsäule, Iliosakralgelenk und Knie eingesetzt. Beispiele sind das Lasègue-Zeichen bei radikulären Beschwerden, der Vorlauf-Phänomen-Test am ISG oder der McMurray-Test am Meniskus. Die Aussagekraft eines einzelnen Tests ist begrenzt, daher werden meist Testkombinationen (Cluster) verwendet.