In der Physiotherapie versteht man unter Verletzungen Schädigungen des Bewegungsapparates, die durch äußere Einwirkungen (exogen) oder Überlastung (endogen) entstehen können. Dazu gehören Verletzungen von Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern.

Die häufigsten Verletzungen, die in der Physiotherapie behandelt werden, sind:

  • Verstauchungen und Prellungen
  • Knochenbrüche (Frakturen)
  • Verrenkungen (Luxationen)
  • Sehnen-, Band- und Muskelverletzungen

Je nach Schwere der Verletzung und betroffenem Gewebe unterscheidet man leichte, mittelschwere und schwere Verletzungen. Leichte Verletzungen führen zu einer Ausfallzeit von bis zu einer Woche, mittelschwere Verletzungen zu einer Ausfallzeit von 1-4 Wochen und schwere Verletzungen zu einer Ausfallzeit von mehr als 4 Wochen.

Ziel der Physiotherapie ist es, frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen, um Schwellungen und Schmerzen zu reduzieren, die Wundheilung zu unterstützen und die Funktion wiederherzustellen. Dazu kommen verschiedene Methoden wie Lymphdrainage, Elektrotherapie, Manuelle Therapie und Bewegungsübungen zum Einsatz.

Im weiteren Verlauf liegt der Fokus auf der Wiederherstellung von Kraft, Koordination und Ausdauer sowie dem Aufbau der sportartspezifischen Belastbarkeit. Bei schweren Verletzungen arbeitet der Physiotherapeut eng mit Ärzten und anderen Therapeuten wie Ergotherapeuten zusammen, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Insgesamt spielen Physiotherapeuten eine wichtige Rolle in der Behandlung von Verletzungen des Bewegungsapparates. Durch gezielte Maßnahmen tragen sie dazu bei, Folgeschäden zu vermeiden, die Heilung zu unterstützen und die Rückkehr in den Alltag und zum Sport zu ermöglichen.