Die Muskelfunktionsprüfung nach Vladimir Janda ist ein systematisches Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Funktion einzelner Muskeln und ganzer Muskelketten. Im engeren Sinn umfasst sie eine manuelle Krafttestung mit standardisierten Ausgangsstellungen und einer fünf- bis sechsstufigen Skala (0 bis 5).

Ergänzend werden Tests auf typische Bewegungsmuster und muskuläre Dysbalancen beschrieben, etwa das obere und untere gekreuzte Syndrom. Beurteilt werden unter anderem Hüftextension, Schulterabduktion und Rumpfflexion auf Aktivierungsmuster und Substitutionsbewegungen. Die Befunde fließen in die Planung von Kräftigungs-, Dehnungs- und Stabilisationsbungen ein.