Skoliose bezeichnet eine fixierte dreidimensionale Deformität der Wirbelsäule mit einer seitlichen Ausbiegung in der Frontalebene und einer begleitenden Rotation der Wirbelkörper um die Längsachse. Sie wird in der Regel als Cobb-Winkel auf einer Wirbelsäulenaufnahme im Stehen quantifiziert; ab etwa zehn Grad spricht die Fachliteratur von einer Skoliose.
Den größten Anteil bildet die idiopathische Skoliose, die meist im Jugendalter auftritt. Daneben werden kongenitale, neuromuskuläre und sekundäre Formen unterschieden. Klinisch fallen häufig ein Schulter- oder Beckenschiefstand, ein Rippenbuckel oder Lendenwulst sowie eine asymmetrische Taillenlinie auf. Verlauf und Therapie orientieren sich an Alter, Cobb-Winkel und Restwachstum.