Die Vojta-Therapie ist ein neurophysiologisches Behandlungskonzept, das vom tschechischen Kinderneurologen Václav Vojta entwickelt wurde. Sie beruht auf der Annahme, dass im zentralen Nervensystem genetisch verankerte Bewegungsmuster (Reflexlokomotion) gespeichert sind, die sich durch gezielte Reize aktivieren lassen.
In definierten Ausgangsstellungen werden über manuellen Druck an festgelegten Zonen (z. B. Rumpf, Schulter, Becken) komplexe Bewegungsmuster wie Reflexkriechen und Reflexumdrehen ausgelöst. Die Therapie wird sowohl bei Säuglingen und Kindern mit Bewegungsstörungen als auch bei Erwachsenen mit neurologischen oder orthopädischen Erkrankungen eingesetzt und durch ein angeleitetes häusliches Übungsprogramm ergänzt.