Palpation
Die Palpation ist eine grundlegende Untersuchungstechnik, bei der Strukturen des Bewegungsapparates mit den Händen ertastet und beurteilt werden. Sie ergänzt Inspektion, Bewegungs- und Funktionsprüfung im physiotherapeutischen Befund.
Beurteilt werden unter anderem Lage und Verlauf von Muskeln, Sehnen, Bändern und knöchernen Landmarken, Hautqualität, Temperatur, Schwellung, Muskeltonus, Triggerpunkte sowie schmerzhafte Druckpunkte. Unterschieden werden eine oberflächliche und eine tiefe Palpation. Befunde werden im Seitenvergleich und in Bezug zur Bewegungsuntersuchung dokumentiert.
Palp.
Tastuntersuchung, manuelle Untersuchung
Beispiel
Bei Schulterbeschwerden wird in der Physiotherapie unter anderem die Palpation der Rotatorenmanschette eingesetzt, um Druckschmerz, Tonusveränderungen und schmerzhafte Strukturen einzugrenzen.
FAQ
Was ist Muskelfunktionsprüfung?
Die Muskelfunktionsprüfung ist ein physiotherapeutisches Verfahren, bei dem die Kraft, Beweglichkeit und Koordination der Muskulatur untersucht wird. Ziel ist es, Schwächen, eine Muskelverkürzung oder Ungleichgewichte zu erkennen, die Beschwerden verursachen oder die Leistungsfähigkeit einschränken.
Wie misst man die Muskelfunktion?
Die Messung der Muskelfunktion erfolgt in mehreren Schritten:
- Anamnese & Befunderhebung: Beschwerden, Ursachen und Zusammenhänge erfassen.
- Lagerung & Positionierung: Muskelgruppen gezielt isolieren, oft gegen Schwerkraft.
- Kraftmessung: mit Instrumenten, Skalen oder Widerstand die Kraftgrade bestimmen.
- Analyse der Bewegung: Koordination, Flexibilität und Muskelkontraktion beurteilen.
- Auswertung: Ergebnisse liefern Befund und Auskunft für Therapieplanung.