Bewegungsumfang
Der Bewegungsumfang bezeichnet die in einem Gelenk verfügbare Bewegungsstrecke zwischen zwei Endpositionen einer Bewegungsrichtung. Er wird in Grad angegeben und in der Physiotherapie standardisiert mit der Neutral-Null-Methode dokumentiert.
Erfasst werden aktive und passive Bewegungsumfänge, etwa bei Flexion und Extension, Abduktion und Adduktion oder Innen- und Außenrotation. Zur Messung kommen Goniometer, Inklinometer oder digitale Verfahren zum Einsatz. Der Bewegungsumfang ist eine zentrale Befund- und Verlaufsgröße in Orthopädie, Traumatologie und Rehabilitation und dient als Grundlage für Therapieplanung und Erfolgskontrolle.
ROM (Range of Motion), AROM, PROM
Range of Motion, Gelenkbeweglichkeit, Beweglichkeitsumfang
Beispiel
Nach einer Schulteroperation wird in der Physiotherapie der Bewegungsumfang in Flexion, Abduktion und Außenrotation regelmäßig goniometrisch gemessen, um den Verlauf der Mobilisation zu dokumentieren.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Krankengymnastik und Physiotherapie?
Krankengymnastik und Physiotherapie werden oft synonym verwendet und bezeichnen die gleiche Form der Behandlung.
Welche Voraussetzungen müssen für eine Behandlung mit Manueller Therapie erfüllt sein?
Vor der Behandlung müssen schwerwiegende Ursachen wie Verletzungen oder Tumoren ausgeschlossen werden. Der Patient sollte schmerzfrei sein und darf keine Entzündungen oder Instabilitäten aufweisen.
Wann wird Krankengymnastik eingesetzt?
Krankengymnastik kommt bei vielen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrose, Rückenschmerzen, Schulter- und Hüftgelenksproblemen zum Einsatz.