Mulligan-Konzept
Das Mulligan-Konzept ist ein manualtherapeutisches Behandlungskonzept, das vom neuseeländischen Physiotherapeuten Brian Mulligan entwickelt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Techniken Mobilisation with Movement (MWM) für die Extremitäten und Sustained Natural Apophyseal Glides (SNAGs) für die Wirbelsäule.
Charakteristisch ist die Kombination eines manuellen Gelenkschubs mit einer aktiven Bewegung des Patienten. Während der Therapeut eine angepasste Gleitbewegung im Gelenk hält, führt der Patient die vorher schmerzhafte Bewegung aktiv aus. Voraussetzung ist eine deutliche Schmerzreduktion während der Technik (Pain-free-Konzept).
MWM (Mobilisation with Movement), SNAG, NAG
Konzept nach Mulligan, Mulligan-Therapie
Beispiel
Bei einer schmerzhaften lateralen Epicondylopathie wird im Mulligan-Konzept eine seitliche Gleitmobilisation am Ellenbogen gehalten, während der Patient die schmerzhafte Griffbewegung aktiv ausführt.
FAQ
Wann ist eine Mobilisation angezeigt?
Mobilisation eignet sich zur Behandlung von schmerzhaften Bewegungseinschränkungen, Blockierungen und Funktionsstörungen der Gelenke, oft in Kombination mit anderen physiotherapeutischen Maßnahmen.
Was ist der Unterschied zwischen Mobilisation und Manipulation?
Mobilisation arbeitet mit sanften, wiederholt oszillierenden Bewegungen innerhalb oder am Ende des verfügbaren Bewegungsradius, während Manipulation einen einzelnen, schnellen Impuls über den Widerstand hinaus verwendet.
Ist Manuelle Therapie das Gleiche wie Physiotherapie?
Nein, die Manuelle Therapie ist eine spezialisierte Form der Physiotherapie, die sich auf die Behandlung von Funktionsstörungen an Gelenken, Muskeln und Nerven konzentriert.