Gelenkmanipulation
Die Gelenkmanipulation (High-Velocity-Low-Amplitude-Technik, HVLA) bezeichnet eine manualtherapeutische Technik mit einem schnellen Impuls geringer Amplitude am Ende der verfügbaren Gelenkbewegung. Sie wird in einer angepassten Vorpositionierung des Gelenks ausgeführt.
Charakteristisch ist das häufig hörbare Geräusch (Kavitation) während der Technik. Manipulationen werden in der Wirbelsäulen- und Extremitätentherapie eingesetzt und sind Bestandteil verschiedener Konzepte wie der Manuellen Therapie nach Maitland oder Kaltenborn. Indikationsstellung und Kontraindikationen werden anhand eines strukturierten Befunds, einschließlich Red Flags, geprüft.
HVLA (High-Velocity-Low-Amplitude), Grad V nach Maitland
Manipulation, HVLA-Technik, manipulative Behandlung
Beispiel
Bei einer als reversibel eingestuften Bewegungseinschränkung der Brustwirbelsäule kann eine Gelenkmanipulation eingesetzt werden, eingebettet in vorausgehende Mobilisation und nachfolgende aktive Übungen.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen Mobilisation und Manipulation?
Mobilisation arbeitet mit sanften, wiederholt oszillierenden Bewegungen innerhalb oder am Ende des verfügbaren Bewegungsradius, während Manipulation einen einzelnen, schnellen Impuls über den Widerstand hinaus verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Manueller Therapie und Chiropraktik?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, da beide Verfahren ähnliche Techniken einsetzen, um Funktionsstörungen des Bewegungsapparates zu behandeln.
Wer darf Manuelle Therapie durchführen?
Manuelle Therapie sollte nur von speziell weitergebildeten Physiotherapeuten angewendet werden, um Risiken zu minimieren.
Welche Voraussetzungen müssen für eine Behandlung mit Manueller Therapie erfüllt sein?
Vor der Behandlung müssen schwerwiegende Ursachen wie Verletzungen oder Tumoren ausgeschlossen werden. Der Patient sollte schmerzfrei sein und darf keine Entzündungen oder Instabilitäten aufweisen.