Bandscheibenvorfall
Ein Bandscheibenvorfall (Prolaps, Discushernie) bezeichnet die Verlagerung von Anteilen des Nucleus pulposus durch den geschädigten Faserring der Bandscheibe in den Wirbelkanal oder das Foramen intervertebrale.
Am häufigsten betroffen sind die unteren Lendenwirbelsäulensegmente und die Halswirbelsäule. Klinisch können lokale Rückenschmerzen, in das Bein oder den Arm ausstrahlende Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Kraftminderungen auftreten. Abzugrenzen ist die Bandscheibenvorwölbung (Protrusion), bei der der Faserring noch intakt bleibt.
BSV, Discushernie, Prolaps
Discushernie, Diskusprolaps, Bandscheibenprolaps
Beispiel
Bei einem lumbalen Bandscheibenvorfall werden in der Physiotherapie nach ärztlicher Abklärung schmerzlindernde Lagerungen, Bewegungsschulung und ein stufenweiser Aufbau der Rumpfmuskulatur begleitend eingesetzt.
FAQ
Wie merkt man, ob man einen Bandscheibenvorfall hat?
Typische Symptome sind Rückenschmerzen, die in Beine oder Arme ausstrahlen, Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche. Ein MRT kann die Diagnose sichern.
Ist Sport trotz Bandscheibenvorfall möglich?
Ja, schonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Yoga sind gut. Vermeiden sollte man schweres Heben und ruckartige Bewegungen.
Wie lange dauert die Heilung eines Bandscheibenvorfalls?
Je nach Schwere Wochen bis Monate. Mit Physiotherapie und Bewegung erholen sich viele Patienten ohne Operation.