Skoliose
Skoliose bezeichnet eine fixierte dreidimensionale Deformität der Wirbelsäule mit einer seitlichen Ausbiegung in der Frontalebene und einer begleitenden Rotation der Wirbelkörper um die Längsachse. Sie wird in der Regel als Cobb-Winkel auf einer Wirbelsäulenaufnahme im Stehen quantifiziert; ab etwa zehn Grad spricht die Fachliteratur von einer Skoliose.
Den größten Anteil bildet die idiopathische Skoliose, die meist im Jugendalter auftritt. Daneben werden kongenitale, neuromuskuläre und sekundäre Formen unterschieden. Klinisch fallen häufig ein Schulter- oder Beckenschiefstand, ein Rippenbuckel oder Lendenwulst sowie eine asymmetrische Taillenlinie auf. Verlauf und Therapie orientieren sich an Alter, Cobb-Winkel und Restwachstum.
AIS (adolescent idiopathic scoliosis)
Wirbelsäulenverkrümmung, seitliche Wirbelsäulenfehlstellung
Beispiel
Bei einer idiopathischen Adoleszentenskoliose kommen in der Physiotherapie skoliosespezifische Übungsprogramme wie die Schroth-Methode zum Einsatz, häufig kombiniert mit Korsetttherapie und regelmäßigen Verlaufskontrollen.
FAQ
Wann sollte man bei Rückenschmerzen einen Arzt aufsuchen?
Bei starken, plötzlich auftretenden oder über einen längeren Zeitraum anhaltenden Rückenschmerzen sowie bei Begleitsymptomen wie Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen sollte ein Arzt konsultiert werden.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei Rückenschmerzen?
Je nach Ursache kommen Physiotherapie, Manuelle Therapie, Krankengymnastik, Massagen, Wärme- oder Kälteanwendungen, Akupunktur sowie Schmerz- und Entzündungshemmer zum Einsatz.
Welche 3 Übungen sind für den Rücken geeignet?
Superman, Brücke (Glute Bridge) und Plank-Variationen. Diese Übungen kräftigen den Rückenstrecker, stabilisieren die Wirbelsäule und fördern die Haltung.