Faszientechnik
Faszientechniken sind manuelle Verfahren, die gezielt auf die bindegewebigen Hüllen von Muskeln, Organen und anderen Strukturen einwirken. Ziel ist eine Veränderung von Spannung, Gleitfähigkeit und Hydratation des faszialen Gewebes.
Eingesetzt werden unter anderem flächige Schub- und Zugtechniken, gezielter Druck auf Restriktionen, Gleittechniken zwischen Gewebeschichten sowie aktive Bewegungen unter Kontakt. Zu den bekannten Konzepten zählen die Myofascial Release nach Barnes, die Fasziendistorsionsmodell-Behandlung nach Typaldos und Schulen aus dem strukturellen Bereich. Befunde und Techniken werden in den individuellen Bewegungs- und Belastungskontext eingeordnet.
MFR (Myofascial Release), FDM (Fasziendistorsionsmodell)
Faszienbehandlung, myofasziale Technik, Bindegewebstechnik
Beispiel
Bei einer eingeschränkten Schulterbeweglichkeit nach einer Ruhigstellung werden in der Physiotherapie unter anderem Faszientechniken am Schulter-Nacken-Bereich begleitend zu aktiven Übungen eingesetzt.
FAQ
Wie oft sollte man Faszientraining machen?
Für die Regeneration (z. B. nach dem Sport) können Sie sanft nach jeder Einheit rollen. Um strukturelle Veränderungen im Gewebe zu erreichen und Flexibilität zu steigern, empfehlen wir 2- bis 3-mal pro Woche intensiveres Training. Geben Sie dem Gewebe Zeit zur Anpassung.
Ist Faszientraining bei Schmerzen sinnvoll?
Ja, aber mit Vorsicht. Bei akutem Muskelkater oder Entzündungen sollten Sie die betroffene Stelle aussparen. Bei chronischen Rückenschmerzen kann es sehr hilfreich sein, sollte aber anfangs unter Anleitung erfolgen.
Hilft Faszientraining gegen Cellulite?
Da Cellulite eine Schwäche im Bindegewebe ist, kann das Training durch die verbesserte Durchblutung und Straffung der Strukturen das Hautbild optisch verbessern, auch wenn es kein Wundermittel ist.