Sicher in Bewegung: Wie Sie trotz Blutgerinnungsstörung aktiv bleiben

Kurz und knapp
- Balance der Blutgerinnung: Der Körper braucht die Blutgerinnung zur Blutstillung – bei einer Blutgerinnungsstörung drohen jedoch entweder Blutungen oder gefährliche Thrombosen.
- Individuelle Ursachen: Ob Hämophilie oder andere Ursachen – wir passen Ihre Behandlung präzise auf Ihre Medikamente und Ihr persönliches Risiko an.
- Muskeln als Schutzschild: Gezieltes Training stärkt Ihre Muskeln, stabilisiert die Gelenke und schützt so aktiv vor schmerzhaften Einblutungen im Alltag.
- Thrombosen vorbeugen: Aktive Übungen fördern den Fluss des Blutes in den Gefäßen und verhindern effektiv die Bildung von einem Blutgerinnsel.
- Sicher aktiv leben: Bei NOVUM2 unterstützen wir Patienten mit Expertise dabei, trotz Gerinnungsstörungen ein bewegtes und angstfreies Leben zu führen.
Wenn das Blut aus dem Takt gerät
Unter dem Begriff Blutgerinnungsstörung fassen Mediziner verschiedene Erkrankungen zusammen, die unter bestimmten ICD Codes (wie D65 bis D69) klassifiziert werden.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Richtungen:
- Erhöhte Blutungsneigung (Hypokoagulabilität): Das Blut gerinnt zu langsam. Die Folge sind häufige blaue Flecken auf der Haut, langes Nasenbluten oder verstärkte Blutungen nach kleinen Verletzungen. Bekannte Beispiele sind das Von-Willebrand-Syndrom (ein Defekt am Von-Willebrand-Faktor) oder die klassische Bluterkrankheit (Hämophilie).
- Erhöhte Gerinnungsneigung (Hyperkoagulabilität): Hier bilden sich zu schnell Blutgerinnsel, was das Risiko für Thrombosen in den Venen oder Gefäße erhöht.
Hämophilie und das Von-Willebrand-Syndrom
Bei der Hämophilie A und Hämophilie B fehlen dem Körper wichtige Blutgerinnungseiweiße.
Da der genetische Defekt oft auf dem X-Chromosom liegt, sind meist Männer von der klassischen Hämophilie betroffen.
Das Von-Willebrand-Syndrom hingegen trifft Frauen und Männer gleichermaßen.
Besonders für Frauen kann dies im Alltag eine Belastung sein, etwa durch eine sehr starke Menstruation (Regelblutung) oder Komplikationen während einer Schwangerschaft.
Symptome erkennen und ernst nehmen
Die Symptome hängen stark von der jeweiligen Form der Störung ab.
Suchen Sie einen Arzt auf (oft spezialisiert auf Hämatologie), wenn Sie bei sich folgende Anzeichen bemerken:
- Häufiges Auftreten von Hämatomen ohne erkennbare Ursachen.
- Lang anhaltende Blutungen nach Zahnarztbesuchen oder kleinen Schnitten.
- Schwellungen und Schmerzen in den Gelenken (ein Hinweis auf Einblutungen).
- Funktionsstörungen an inneren Organen wie den Nieren.
Gezielter Gelenkschutz: Krafttraining als Schutzschild

Besonders bei schweren Formen der Hämophilie oder dem Von-Willebrand-Syndrom stellen Einblutungen in die Gelenke ein großes Risiko dar.
Diese Blutungen können langfristig die Gelenkstruktur schädigen.
Hier setzt unsere Therapie an: Durch gezielten Aufbau der Muskeln stabilisieren wir Ihren Körper von innen.
Kräftige Muskeln wirken wie ein natürlicher Schutzschild für die Blutgefäße und Gelenkkapseln.
Wir achten dabei genau auf die Dosierung, um Überlastungen zu vermeiden, die unter Umständen kleine Verletzungen provozieren könnten.
Ob Hämophilie A oder Hämophilie B – wir erstellen einen Plan, der Ihre individuellen Gerinnungsfaktoren und Ihre aktuelle körperliche Verfassung berücksichtigt.
So gewinnen Betroffene Sicherheit im Alltag zurück und steigern ihre Lebensqualität, ohne Angst vor jedem Schritt haben zu müssen.
Thromboseprophylaxe: Den Fluss des Blutes fördern
Während einige Personen an einer erhöhten Blutungsneigung leiden, kämpft eine andere Gruppe mit der Gefahr von Thrombosen.
Wenn die Bildung von einem Blutgerinnsel den Fluss des Blutes behindert, kann dies lebensgefährliche Folgen haben.
Besonders nach Operationen oder bei längeren Aufenthalten im Krankenhaus ist das Risiko für solche Störungen erhöht.
In der Physiotherapie nutzen wir die "Muskelpumpe", um den Rückstrom durch die Gefäße zu aktivieren.
Durch spezielle Bewegungsübungen unterstützen wir den natürlichen Gerinnungsprozess dahingehend, dass das Blut in Bewegung bleibt und sich keine gefährlichen Pfropfen bilden.
Wir zeigen Ihnen einfache Übungen, die Sie selbstständig in Ihren Alltag einbauen können, um die Gesundheit Ihrer Venen aktiv zu fördern.
Sicherheit in der Manuellen Therapie: Wissen, was gut tut
Bei NOVUM2 legen wir großen Wert auf eine ausführliche Anamnese.
Bevor wir mit Techniken der Manuellen Therapie oder Massagen beginnen, klären wir, ob Sie Medikamente zur Hemmung der Thrombozyten einnehmen oder ob ein genetischer Defekt im Gerinnungssystem vorliegt.
Dies ist entscheidend, um Nachblutungen oder großflächige blaue Flecken auf der Haut zu vermeiden.
Unsere Therapeuten sind darin geschult, den Druck exakt anzupassen.
Wir wissen, dass bei Patientinnen beispielsweise während der Menstruation oder einer Schwangerschaft das Gewebe anders reagieren kann.
Durch dieses Fachwissen minimieren wir das Risiko für Hämatome und stellen sicher, dass die Behandlung zwar effektiv, aber sanft zu Ihren Gefäßen ist.
Sollten Sie unsicher sein, halten wir gerne Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt für Hämatologie.
Physiotherapie bei NOVUM2: Ihr Sicherheitsnetz

Viele Patienten und Patientinnen sind unsicher: Darf ich mich überhaupt belasten?
Das Team von NOVUM2 sagt klar: Ja!
Gerade bei einer Blutgerinnungsstörung ist eine gezielte Therapie wichtig.
Warum Bewegung so wertvoll ist
Starke Muskeln sind der beste Schutz für Ihre Gelenke.
Wenn wir Ihre Muskulatur kräftigen, stabilisieren wir gleichzeitig die umliegenden Blutgefäße und mindern das Risiko für spontane Einblutungen in die Gelenke.
Nach Operationen im Krankenhaus helfen wir Ihnen durch gezielte Mobilisation, das Risiko für gefährliche Blutgerinnsel zu senken.
Worauf wir in der Behandlung achten
In der Physiotherapie wägen wir das Risiko präzise ab.
Wir passen unsere Techniken individuell an Ihre Situationen an:
- Sanfte manuelle Techniken: Wir vermeiden starken Druck, um keine Nachblutungen im Gewebe zu provozieren.
- Medikamente im Blick: Nehmen Sie Medikamente wie Gerinnungshemmer oder benötigen Sie zusätzliches Vitamin K? Diese Informationen fließen direkt in Ihren Trainingsplan ein.
- Gezieltes Monitoring: Wir achten auf Warnsignale Ihres Körpers, um Überlastungen zu vermeiden.
Ob eine genetische Mutation vorliegt oder die Gerinnung durch andere Krankheiten beeinflusst wird – eine fundierte Behandlung steigert Ihre Lebensqualität enorm.
Aktivität statt Stillstand
Eine Blutgerinnungsstörung bedeutet nicht das Ende eines aktiven Lebensstils.
Es geht darum, die richtige Balance zu finden: Minus an unnötigem Risiko, Plus an gezielter Stärkung.
Wir begleiten diese Gruppe von Menschen mit viel Erfahrung und Empathie.
Möchten Sie wissen, wie Physiotherapie Ihren Alltag mit einer Gerinnungsstörung sicherer machen kann?
Lassen Sie uns gemeinsam einen Plan erstellen, der perfekt zu Ihren Bedürfnissen passt.
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin bei NOVUM2 – wir freuen uns darauf, Sie in Bewegung zu bringen!
FAQ
Wie gefährlich ist eine Gerinnungsstörung?
Die Gefahr variiert je nach Diagnose: Während bei einer Gruppe das Risiko für massiven Blutverlust bei Operationen oder nach einem Unfall im Vordergrund steht, drohen bei anderen Menschen gefährliche Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel. Ein solches Gerinnsel kann Organe schädigen oder zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Dank moderner Therapie und einer engen Abstimmung mit einem Arzt für Hämatologie lässt sich das Risiko jedoch gut kontrollieren, sodass Betroffene ein weitgehend normales Leben führen können.
Wie macht sich eine Blutgerinnungsstörung bemerkbar?
Die Symptome hängen stark von der Form der Erkrankung ab. Viele Patientinnen und Patienten bemerken häufiges Nasenbluten, blaue Flecken auf der Haut oder langanhaltende Blutungen nach kleinen Verletzungen. Bei Frauen äußert sich ein gestörtes Gerinnungssystem oft durch eine sehr starke Regelblutung oder Komplikationen während einer Schwangerschaft. In schweren Fällen können schmerzhafte Einblutungen in Muskeln oder Gelenken auftreten, die eine gezielte Behandlung erfordern.
Welche Krankheiten verursachen Gerinnungsstörungen?
Hinter den Störungen stecken oft genetische Ursachen wie die Hämophilie A oder Hämophilie B, die auch als Bluterkrankheit bekannt sind. Da diese Mutation auf dem X-Chromosom liegt, sind überwiegend Männer betroffen. Das Von-Willebrand-Syndrom, bei dem der Von-Willebrand-Faktor einen Defekt aufweist, trifft hingegen Personen beider Geschlechter gleichermaßen. Zudem können Erkrankungen der Nieren, ein Mangel an Vitamin K oder die Einnahme bestimmter Medikamente den Gerinnungsprozess im Körper beeinflussen.
Was sind Blutgerinnungsstörungen?
Eine Blutgerinnungsstörung liegt vor, wenn die natürliche Blutstillung, die sogenannte Hämostase, nicht reibungslos funktioniert. Im Normalfall arbeiten Thrombozyten (Blutplättchen) und verschiedene Gerinnungsfaktoren zusammen, um Wunden schnell zu verschließen. Ist dieser Vorgang gestört, gerinnt das Blut des Patienten entweder zu langsam oder bildet zu schnell ein Blutgerinnsel. Mediziner fassen diese Störungen unter verschiedenen ICD Codes zusammen und unterscheiden dabei zwischen einer erhöhten Blutungsneigung und der Gefahr von Thrombosen.



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